Flugreise mit Kind planen

Eine Flugreise mit Kind planen

Ich rei­se immer ger­ne mit dem Flug­zeug zu mei­nen Eltern, die sehr weit woh­nen. Frü­her, als ich noch allei­ne leb­te, ging das ganz schnell. Ich pack­te mei­ne paar Sachen zusam­men und schon konn­te es los gehen. Seit eini­gen Jah­ren bin ich ver­hei­ra­tet, habe einen Sohn im Alter von zwei Jah­ren und somit ist die Orga­ni­sa­ti­on von Flug­rei­sen immer mit mehr Auf­wand als frü­her verbunden.

Was muss ich vor der Reise klären?

Zuerst prü­fe ich, wie vie­le Kilo­gramm Gepäck man mit­neh­men darf. Es müs­sen jeweils min­des­tens 20 kg und ein Hand­ge­päck­stück vor­han­den sein. Im All­ge­mei­nen ist es bes­ser, nicht viel als Hand­ge­päck mit­zu­neh­men. So haben es die Eltern leich­ter, sich fort­zu­be­we­gen. Ich packe alles, was ich als Flug­gast nicht direkt im Flug­zeug brau­che, in das Gepäck. Gegen­stän­de, die man für die Rei­se aus­wählt, soll­ten mög­lichst nicht zer­brech­lich sein und auch kei­ne schar­fen Kan­ten haben. Gegen­stän­de im Hand­ge­päck soll­ten für den Zeit­raum des Auf­ent­halt an den Flug­hä­fen und wäh­rend dem Flug einen Nut­zen haben. Eine Flug­rei­se lebt auch von dem Auf­ent­halt an den Flug­hä­fen, denn hier gibt es für Eltern und Kin­der immer etwas zu entdecken.

Das Gepäck

Als Eltern den­ken wir vor allem an die Geträn­ke und an ver­schie­de­ne Kin­der­be­treu­ungs­ar­ti­kel. Das kann ruhig lie­ber etwas mehr als zu wenig sein. Baby­nah­rung, Snacks, Saft, Was­ser, Milch – das sind Pro­duk­te, die auf der Rei­se gut zu gebrau­chen sind. Der Kin­der­wa­gen leis­tet stets gute Diens­te. Ein falt­ba­rer Kin­der­wa­gen nimmt er nicht so viel Platz ein. Es ist bes­ser, wenn er etwas klei­ner ist. Habe ich doch nicht das kleins­te Modell, neh­me ich den vor­han­de­nen Kin­der­wa­gen. Da soll­te man jedoch beden­ken, dass er oft aus eige­ner Kraft geschleppt wer­den muss. Nicht über­all gibt es Ram­pen und ande­re Annehm­lich­kei­ten. Beim Packen des Gepäcks den­ken wir natür­lich dar­an, dass an Flug­hä­fen beim Ver­la­den das Gepäck manch­mal etwas här­ter abge­stellt wird. Je schwe­rer der Kof­fer, des­to stär­ker der Stoß. Sachen, die aus­lau­fen kön­nen, lie­ber ver­mei­den. In jeder Stadt und in jedem Land kann man Sham­poo und alles ande­re kau­fen. Und es wird viel­leicht sogar nicht unbe­dingt teu­rer sein. Ganz nütz­lich ist für mich das Kle­be­band. Wenn etwas reißt, kann man es schnell kleben.

Was tun am Flughafen?

Wenn ich zu früh gekom­men bin und schon alles Nöti­ge erle­digt habe, gehe ich ins Mut­ter-Kind-Zim­mer. Und dort kann man sit­zen, spie­len, das Kind stil­len oder ihm etwas zu essen geben (nor­ma­ler­wei­se gibt es in der Nähe auch eine Küche). Im Zim­mer für Mut­ter und Kind gibt es auch eine Kin­der­toi­let­te, es gibt Git­ter­bet­ten, in denen ich das müde Baby schla­fen legen kann. Ansons­ten bie­tet ein Flug­ha­fen genü­gend auf­re­gen­de Beob­ach­tun­gen, Aben­teu­er und Erleb­nis­se an, so dass ich schon erfolg­reich viel Zeit mit mei­nem Kind am Flug­ha­fen ver­bracht habe. Häu­fig kön­nen auch die Beob­ach­tun­gen der lan­den­den und star­ten­den Flug­zeu­ge dabei hel­fen, dass das Kind auf sei­ne ers­te Flug­rei­se vor­be­rei­tet wird.

Travel-Töpfchen sind nützliche Helfer

Wenn ich mit dem Kind rei­se, neh­me ich eine Tra­vel-Töpf­chen mit, denn das Kind geht schon aufs Töpf­chen. Ein Kind braucht es in der Regel drin­gend, wenn die Toi­let­te besetzt ist. Hier ver­wen­de ich also den Topf und habe immer einen mit Deckel mit auf Rei­sen und grö­ße­re Aus­flü­ge. Unser Kind liebt den “My Car­ry Pot­ty” im Design der Hum­mel*. Und wenn die Toi­let­te frei wird, kann die Mut­ter den Nacht­topf waschen. Er wird in einer nor­ma­len Tasche getra­gen. Wenn mein Kind unter­wegs ist und die Toi­let­te bereits benutzt, neh­me ich Ein­weg-WC-Sit­ze (in der Apo­the­ke erhält­lich) und anti­bak­te­ri­el­les Gel oder anti­bak­te­ri­el­le Tücher mit.

Entertainment-Programm für Flugreise überlegen

Unter­wegs kau­fe ich manch­mal eine zusätz­li­che Kin­der­zeit­schrift oder ein Spiel­zeug. Die Rega­le am Kiosk sind voll mit inter­es­san­ten und auf­re­gen­den Kin­der­zeit­schrif­ten. Egal ob LEGO, Dino­sau­ri­er, Prin­zes­sin­nen oder Micky Maus, das Ange­bot ist stark ange­wach­sen. In der Regel sind die Zeit­schrif­ten und Spiel­zeu­ge im Urlaubs­ort viel teu­rer, als wenn man es in der Hei­mat vor­ab ein­kauft. Daher ist es bes­ser, sich dar­um stets im Vor­aus zu küm­mern. Ein Flug mit Kind und noch mehr der Erst­flug wirft bei den Eltern vie­le Fra­gen auf. Ich sam­mel­te nütz­li­che Infor­ma­tio­nen, um die Rei­se so ange­nehm wie mög­lich zu gestal­ten. Ich infor­mier­te mich vor­ab, wel­che Dienst­leis­tun­gen die Flug­ge­sell­schaft für Kin­der anbie­tet. Ich konn­te zum Bei­spiel spe­zi­el­le Baby­nah­rung bestel­len, die Wie­ge an Bord des Flug­zeugs ver­wen­den und mich über das Unter­hal­tungs­sys­tem informieren.

Download-Funktion der Streaming-Anbieter nutzen

Neben Car­toons, die mit dem Mul­ti­me­dia-Sys­tem der jewei­li­gen Flug­ge­sell­schaft aus­ge­stat­tet sind, ver­schö­nern eine Kin­der­zeit­schrift und ein Geschenkset den Flug eines jun­gen Rei­sen­den. Beschenkt wer­den oft alle Kin­der unter 11 Jah­ren. Und natür­lich darf mein Sohn ohne sei­nen treu­en Beglei­ter nicht auf Rei­sen gehen, also ver­ges­se ich nicht, sein Lieb­lings­spiel­zeug mit­zu­neh­men. Lap­tops und Tablets kön­nen ohne den Zugriff auf mobi­le Daten und Blue­tooth bei den meis­ten Flug­ge­sell­schaf­ten genutzt wer­den. Die gro­ßen Strea­ming-Anbie­ter ermög­li­chen uns den Down­load von Seri­en, so dass wir die­se im Flug­zeug auch ohne Inter­net schau­en können.

Der Nachtflug mit Kind ist knifflig

Das Haupt­pro­blem bei einem Nacht­flug ist die Ent­schei­dung, ob das Kind über­haupt abends nach einem regu­lä­ren Plan ins Bett gebracht wer­den soll. Ich konn­te es natür­lich ein paar Stun­den schla­fen las­sen, dann wecken und für die Rei­se anzie­hen. Aber ich ent­schied mich dann, das Baby über­haupt nicht ins Bett zu brin­gen, in der Hoff­nung, dass es müde wird und im Flug­zeug schla­fen wür­de. Wie es sich her­aus­stell­te, war die­se Stra­te­gie erfolg­reich. Das Kind mach­te sich kei­ne Sor­gen, dass es schon Nacht war, und nie­mand es ins Bett brach­te. Der Sohn benahm sich auch am Flug­ha­fen anstän­dig. All die­se Schrit­te, die ich im Vor­feld recher­chier­te und erle­dig­te, tru­gen dazu bei, dass die Flug­rei­se auch mit einem Klein­kind ganz gut verlief.
Wie waren dei­ne Erfah­run­gen im Bezug auf den ers­ten Flug mit dem Kind? Warst du auch so auf­ge­regt und ner­vös an dem Tag. Freue mich auf dei­ne Erfah­run­gen in den Kommentaren.
Bildquelle: Pixabay-User:in asundermeier

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